Hallo liebeR LeserIn, wir hoffen dass wir deine Aufmerksamkeit nun für einige Augenblicke auf eine gute Sache richten können. Berlin braucht dich, genauergesagt die Zukunft von Berlin. Viele Kinder wachsen in unser aller Lieblingsstadt auf, ohne ihre Potenziale auch nur annähernd ausschöpfen zu können. Dies kann sehr vielschichtige Ursachen haben: zum Beispiel Sprachprobleme, Geld- oder Zeitarmut seitens der Eltern.

Doch es gibt einen sehr einfachen und effektiven Weg, einem Kind direkt den Zugang zu anderen Perspektiven, zu einem anderen, bunteren Berlin zu gewähren: eine Kinderpatenschaft. Dabei geht es nicht immer ums Lernen für die Schule, du wirst überrascht sein, wie viele Kinder in Berlin mit zehn Jahren noch nie ein Kino – geschweige denn einen Doppeldeckerbus von innen gesehen haben.

Wir sind angetreten um dies zu ändern, um aufmerksam zu machen und zu vermitteln. In Berlin gibt es etliche Projekte zur Förderung von Kinderpatenschaften, bei denen es nicht immer nur ums schulische Lernen, sondern oft auch einfach um ein Stück Autonomie und Alltagsveränderung geht. Werde aktiv und mit deiner Hilfe schaffen wir es, bald 100 Paten für Berlin zu gewinnen!

***Update: Über den Kampagnen-Zeitraum im Wintersemester 2012/2013 konnten die Studierenden der Ini2.0 weit über 100 Menschen dafür begeistern sich in Patenschaften zu engagieren. Auch nach Abschluss der Kampagne steht diese Seite weiterhin allen Interessierten zu Verfügung um durch die Patenschaftsgeschichten zu stöbern und sich inspirieren zu lassen. Den Kontakt zu Projekten findet man nun direkt über das Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften – die sich auf noch hunderte mehr Paten freuen!***

Ich bin die Mutter des 14 jährigen Jasper und möchte berichten wie wunderbar es für unseren Sohn ist einen Paten zu haben – und wie dankbar wir für die Initiative sind!

Jasper besucht die 10. Klasse. Er hat das Asperger-Syndrom (eine Form von Autismus), ist aber auf mathematischem Gebiet hochbegabt. Bislang konnten wir Jasper unterstützen, indem wir Schüler oder Studenten baten, seine Ferienzeiten mit Mathematik zu füllen. Dies genügte schließlich nicht mehr und wir mussten uns nach anderen Förderungen an Hochschulen und Universitäten umschauen. Wegen des Asperger-Syndroms ist es Jasper nicht möglich, sich in reguläre gruppenorientierte Förderprogramme einzufügen. Da war das Paten-Programm ein großes Glück für Jasper, das die Lücke zwischen seinem Wissensdurst und seinem Handicap schloss.

Sein Pate, Herr von Braunmühl, trifft Jasper einmal in der Woche für ca. zwei Stunden und arbeitet mit ihm. Jasper sagt: „Herr v. Braunmühl bringt mir mathematisches Denken bei“. Das geschieht dann etwa so: Herr v. Braunmühl schreibt Jasper wunderschöne, selbst ausgedachte Aufgabenblätter, die Jasper dann in aller Ruhe und mit größter Lust theoretisch und praktisch löst. Dann besprechen die beiden die Aufgaben und Jasper lernt das Formulieren, das sich Ausdrücken in der Mathematik. Herr von Braunmühl erzählte: „… das muss man sich vorstellen, wir lachen zusammen über Mathematik, ist das nicht schön?“

Ja, es ist wunderschön für unseren Sohn, dass er über Mathe lachen kann,  denn das Asperger-Syndrom bringt ihn in eine gewisse Außenseiterrolle z.B. in seiner Klasse. Er hat keine Freunde mit denen er altersbezogene Themen besprechen kann, weil seine soziale Entwicklung anders als bei normalen Jugendlichen verläuft.
Hinzu kommt seine „Höchstbegabung“, die ihn einsam macht, weil keiner mit ihm über seine Themen reden mag oder so schnell, wie er es möchte, denken kann. Da ist Herr v. Braunmühl das große emotionale Erlebnis in der Woche für ihn: „endlich werde ich verstanden“.

Die Freude, die Jasper bei Herrn von Braunmühl erfährt, gab ihm die Motivation, die S-Bahnfahrten von Frohnau nach Schlachtensee allein zu bewältigen. Seitdem nimmt er Pendelverkehr und Schienenersatzverkehr gelassen hin – eine richtige Herausforderung für Menschen mit Autismus.

Die stete Förderung hatte jetzt aber auch zur Folge, dass Jasper sich in der Schule sehr langweilt. Darum beschlossen wir, ihn an der Fernuni Hagen anzumelden. Herr v. Braunmühl unterstützt Jasper jetzt als Mentor während seines Studienstarts. In der zurückliegenden Zeit hat Jasper sein starkes analytisches Denken bemerkt. Er hat den Spaß entdeckt, sich mit Projekten wie Jugend forscht zu beschäftigen, und hat beim Landeswettbewerb den 3. Platz belegt.

Wir können sagen, dass Jasper durch das sensible Mentoring durch Prof. v. Braunmühl nicht nur auf seinem Spezialgebiet, sondern auch in seiner sozialen Entwicklung gefördert wird. Das ist wunderbar und wir sind sehr dankbar.

 

Diese Patenschaft wurde vermittelt durch:

 

 

 

 

 

Kontakt: Dagmar Schilling

Brusendorfer Str. 20, 12055 Berlin

Tel.: 030 / 712 22 11

Mail: info@aspe-berlin.de

Mehr Infos: www.aspe-berlin.de

 

Ich heiße Solii, bin 10 Jahre alt, und mein Pate heißt Bastian. Bastian und ich besuchten vor ein paar Wochen das Deutsche Technik Museum am Gleisdreieck. Davon möchte ich euch erzählen.

 

Wir trafen uns am U-Bahnhof Gleisdreick. Von dort folgten wir den Hinweistafeln zum Museum, bezahlten den Eintritt und schauten uns erst einmal um. Im Technikmuseum gibt es viel zu sehen und wir überlegten, welche Ausstellungen uns am meisten gefallen könnten. Für alle Stationen hatten wir nicht genug Zeit an diesem Samstag. Wir entschieden uns für drei Ausstellungen und mit der großen Schiffsausstellung anzufangen. Dort gibt es Schiffe aus allen Zeiten und noch viel mehr zu entdecken. Wir entdeckten zum Beispiel ein Modell von einem alten Segelschiff aus dem 17. Jahrhundert, an dem wir mindestens 74 Kanonen zählten. Neben vielen Modellen von Handels- und Kriegsschiffen stießen wir auch auf ein Nachbau eines Sklavenschiffes. In einer Art großem Käfig saßen im Dunkeln viele schwarze Menschen, auf engem Raum wie in einem Käfig eingesperrt. Bastian erklärte, dass es früher Sklavenschiffe gab und Menschen aus Afrika auf diesen Schiffen eingesperrt über den Atlantik nach Amerika gebracht wurden um dort verkauft zu werden und dort arbeiten mussten – ob diese wollten oder nicht. Wir erfuhren aus den Texttafeln, dass die Menschen auf der sehr langen Reise über den Ozean wenig zu essen bekamen, viele krank wurden und viele der Menschen sogar starben. Wir lernten etwas über den „Dreieckshandel“. Das war ziemlich gruselig.

Danach versuchten wir die Titanic zu finden, ein Passagierdampfer, der nach einem Unfall mit einem Eisberg auf dem offenen Meer untergegangen ist. Wir fanden in der Ausstellung ein Modell der Titanic. Obwohl die Titanic damals das größte Schiff der Welt war, gibt es heute noch viel größere Schiffe. In einem Videospiel haben wir Seenotrettung gespielt und zwei Männer aus dem aufgewühlten Meer gerettet. Das war gar nicht so leicht, aber zusammen haben wir es geschafft. Nachdem wir die Schiffsaustellung beendet hatten, schauten wir uns noch die Eisenbahnen im Lokschuppen und auch die ersten Flugzeuge an. Wir wussten gar nicht, dass eines der ersten Flugzeuge ganz in der Nähe von Berlin gestartet war! Es gab auch einen lebensgroßen Nachbau von diesem ersten Gleitflugzeug. Wir sahen einen kurzen Film über die Deutsche Lufthansa, die es schon sehr lange gibt. Viele Flugzeuge haben mit Krieg zu tun und die Ausstellung hat uns oft ein bisschen erschreckt. Zum Schluss entdeckten wir noch eines der ersten Fahrräder, das komisch aussah und eigentlich ein Laufrad war.

Weil wir die Ausstellungen so interessant fanden, waren wir über 3 Stunden im Deutschen Technikmuseum. Das Spektrum, in dem wir noch experimentieren wollten, haben wir leider nicht mehr geschafft und beschlossen, später noch einmal zurück zu kommen. Als wir fertig waren, wurde es draußen schon dunkel, so lange waren wir im Museum.

Wir haben viel gelernt. Am Schluss konnten wir uns aber nicht mehr konzentrieren, weil so viel Neues zu erfahren war.

Diese Patenschaft wurde vermittelt von:

 

 

 

 

Kontakt: Gloria Amoruso

Johann-Sigismund-Straße 12, 10711 Berlin

Tel.: 017632700867

Mail: gloria.amoruso@kein-abseits.de

www.kein-abseits.de

www.facebook.com/keinAbseits

 

 

 

 

Warum verkauft der Mann in der S-Bahn Zeitung? Was ist diese Uni zu der du immer gehen musst? Warum sind da so viele Menschen vor der Berliner Mauer? Demonstrieren? Was ist das? Eine Kamera ohne Display, wo sind denn dann die Fotos?

Sonja + Julia

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen – keine Frage. Aber viel spannender ist doch, dass auch wir dadurch noch einmal zurückgeholt werden. Noch einmal einen Schritt zurückgehen müssen, um die für uns selbstverständlichen Dinge im Leben zu hinterfragen und vielleicht sogar neue Erkenntnisse gewinnen. Eine Patenschaft bedeutet also nicht nur geben, sondern ist auch eine unglaubliche Bereicherung für den eigenen Lebensalltag. Es geht nicht darum zu helfen. Das Wort ist an dieser Stelle sowieso fehl am Platz. Es geht vielmehr darum neue Perspektiven aufzuzeigen, neue Abenteuer zu erleben, neue Gespräche zu führen, neue Wege zu gehen. Solche die im familiären Umkreis aus kulturellen oder finanziellen Gründen vielleicht so nicht möglich sind.

Seit einem guten Jahr verbringe ich nun einige Stunden in der Woche mit meinem Patenkind Julia. Zu Beginn sollte der Fokus auf der schulischen Unterstützung liegen, denn vor allem im Lesen und Schreiben hat Julia Schwierigkeiten. Da sie jedoch eine Sprachförderschule besucht, mehrmals die Woche zu diversen Therapien geht und dadurch kaum die Freizeit genießen kann, die ein 11-jährigens Mädchen braucht, hat sich meine Sicht auf die Dinge schnell geändert. Das vorbelastete Wort „Schule“ wurde aus unserer gemeinsamen Zeit verbannt. Stattdessen wird der Einkaufszettel mit Zutaten fürs Keksebacken, der Songtext des aktuellen Lieblingslied von Ich+Ich als buntes Youtube Video und das Programmheft für den Abenteuerspielplatz gelesen. Und kaum war das Gefühl des „ich muss“ vergessen, ging auch das Lesen viel besser. Meine bisherige Erfahrung als Patin hat mir gezeigt, dass es vor allem um Aufmerksamkeit geht. Es müssen nicht immer die teuersten und größten Ausflugziele sein. Wir waren im Sommer häufig auf Spielplätzen rumklettern, haben im Park gepicknickt, waren im Schwimmbad oder haben auf dem Verkehrsübungsplatz für ihre Fahrradprüfung geübt.

Julia und ich haben heute eine sehr enge Beziehung und sie ist eine unglaublich wichtige Person in meinem Leben geworden. Natürlich hat es ein bisschen gedauert, Vertrauen aufzubauen. Es dauerte auch, bis sie wirklich verstanden hat, dass ich keine Lehrerin bin, keine Therapeutin, kein Elternteil – sondern eine Freundin. Das mag vielleicht kitschig klingen, aber was Wahres ist da schon dran: Sie weiß, dass sie mir alles erzählen kann, ich nicht petze und mit etwas Glück sogar ein paar gute Ratschläge parat habe. Sie kann sich auf mich verlassen, in jeglicher Hinsicht. Das ist glaube ich einer der wichtigsten Punkte in einer Patenschaft.

Schon lange hatte ich den Wunsch eine Patenschaft zu beginnen, aber immer wieder krächzte eine Stimme in meinem Kopf: „Sonja, Mensch, für sowas hast du keine Zeit!“ Aber sind wir mal ehrlich – das ist doch Bullshit. Wer will, der kann – und wer kann sollte sich die Möglichkeit einer wundervollen Patenschaft wirklich nicht entgehen lassen!

Diese Patenschaft wurde vermittelt von:

 

 

Kontakt: Laura Bauer

Reichenberger Str. 176, 10999 Berlin

www.kotti-paten.de

www.facebook.com/kottipaten

Mail: laura.bauer@kotti-paten.de

 

 

„Hallo, ich heiße Emre und ich gehe in die dritte Klasse. Ich bin 8 Jahre alt und wohne in Neukölln. Am liebsten spiele ich Fußball oder gehe ins Schwimmbad. Ich lese auch gerne. Alles über Autos und über Haie. Ich würde auch gerne mal in den Zoo gehen und ins Aquarium. Aber meine Mutter hat meistens keine Zeit, weil sie zu viel arbeiten muss. Vielleicht können wir ja zusammen mit der U-Bahn dahin fahren?! Willst Du mein Pate werden? Ich bin ein Neuköllner Talent!“

 

Das Projekt Neuköllner Talente bringt Kinder wie Emre mit ehrenamtlichen Talentpaten zusammen. Denn jedes Kind trägt Talente in sich, die zu fördern sich lohnen.

Im Berliner Kiez Neukölln haben Kinder besonders häufig mit den Auswirkungen sozialer Benachteiligung zu kämpfen. Das Ziel des Projekts ist es, die vielfältigen und häufig unentdeckt bleibenden Talente der Kinder aufzuspüren und zu fördern. Neuköllner Kinder haben nämlich viel zu bieten: Viele von ihnen lernen von klein auf mehrere Kulturen kennen und wachsen mehrsprachig auf. Sie sind wissbegierig, begeisterungsfähig und ermöglichen denen, die sich mit ihnen beschäftigen, bereichernde Einblicke in neue Lebenswelten.

Ein kleines bisschen Zuspruch und aufrichtiges Interesse können für ein Kind bereits die Welt bedeuten. Deshalb suchen die Neuköllner Talente Euch! Als ehrenamtliche Talentpaten begleitet ihr ein 8-12 jähriges Kind aus Neukölln 1mal wöchentlich auf dem Weg seiner Persönlichkeitsentwicklung und geht bekannten und neu entdeckten Interessen gemeinsam nach. Ob Technik, Kultur, Sport oder Religion: Die Neuköllner Talente sind neugierig und haben eine Menge Fragen an Euch. Talentpaten sollen aber keine Hochbegabungen aufspüren oder gar Nachhilfeunterricht geben. Vielmehr geht es darum, Vertrauensverhältnisse zu den Kindern zu entwickeln und gemeinsam mit ihnen Talente, Hoffnungen und Wünsche zu erforschen.

Du bist neugierig geworden? Dann melde Dich bei den Neuköllner Talenten. Sie freuen sich auf Dich!

 

Kontakt: Neuköllner Talente

Ansprechpatner: Deniz Eroglu

Emser Str. 117, 12051 Berlin

Tel.: 030 62 73 80 14

info@neukoellner-talente.de

www.neukoellner-talente .de

 

Hallo, mein Name ist Linn, ich bin 26 und studiere Sozialanthropologie – und bin sehr, sehr glücklich die Erfahrung einer Patenschaft bei kein Abseits! gemacht zu haben. Es ist ein tolles Projekt dass Menschen zusammen bringt, die sich unter normalen Umständen nicht getroffen hätten.

Ich schloss meine Mentee (so heißen die Patenkinder bei kein Abseits!), die 12 jährige Jasmina, von Anfang an in mein Herz. Ich sah, dass sie große schulische Probleme hatte und wollte ihr helfen, diese zu beseitigen. Schnell stellte ich fest, dass es vor allem wichtig war ihr zu zeigen wie man lernt und sich konzentriert. Jasmina ist ein sehr intelligentes Mädchen, hatte aber nie gelernt zu lernen – da ihr auch niemand über die Schulter schaute und sie motivierte. Dem Papa kann man da nichts vorwerfen. Er arbeitet viel und hart. Hinzu kommt, dass er auch die deutsche Sprache nicht so gut beherrscht.

Mit der Zeit konnte ich auch sehen, dass Jasmina wenig Selbstbewusstsein besitzt und es auch in ihrer Klasse nicht leicht hat. So versuchte ich gerade in der zweiten Hälfte des Schuljahres, viele Gespräche mit ihr zu führen, sie zu motivieren, ihr zu zeigen, was für ein tolles Mädchen sie ist. Ich wollte teilhaben an ihren Problemen und Sorgen. Dabei fühlte ich mich selbst in meine Kindheit zurückversetzt und konnte ihre Ängste verstehen. Es war mir sehr wichtig, dass sie sich ernst genommen fühlte. Wenn man Kind ist, neigen leider viele Erwachsene dazu, bei Problemen abzuwinken und es mit einem „das wird schon wieder“ zu kommentieren. Genau das wollte ich nicht.

Zum Anfang hat mich Jasminas offenkundige Zuneigung mir gegenüber manchmal etwas überrumpelt. Es lag wohl auch daran, dass ich selber als Kind nie so offen war und eher misstrauisch Menschen gegenüber. Im Nachhinein finde ich ihre unvoreingenommen Art aber wunderbar. Ich habe durch sie gelernt, dass man Menschen mit Offenheit und Zuneigung ohne Vorurteile begegnen kann. Etwas, dass man trotz guter Vorsätze, nicht immer schafft.

Wir hatten wunderschöne Momente zusammen, in denen wir viel gelacht haben, kreativ waren und uns gegenseitig bereichert haben.

Ich hoffe, Jasmina hat durch unsere Patenschaft mehr Selbstbewusstsein gewonnen und gelernt sich so zu akzeptieren, wie sie ist. Ich möchte sie weiterhin auf ihrem Lebensweg begleiten und für sie da sein. Ich bin den Projektmachern von kein Abseits! sehr dankbar dafür dass ich meine Mentee durch sie kennen lernen durfte!

Diese Patenschaft wurde vermittelt  von:

Kontakt:

Gloria Amoruso

Johann-Sigismund-Straße 12, 10711 Berlin

Mail: gloria.amoruso@kein-abseits.de

mehr Infos: www.kein-abseits.de

 

„Kinder von nebenan“ ist ein kleiner freier Träger der Jugendhilfe mit 20jähriger Tradition der ausschließlich ehrenamtlich betrieben wird.


Unser Ziel ist es, Schulkindern bei der selbstbestimmten Ausgestaltung ihrer Freizeit zu helfen. Dafür betreiben wir im Samariterkiez eine schulnahe, offene, inklusive Freizeiteinrichtung für Schulkinder, in der auch Raum für die individuellen Treffen von Patentandems ist.
Unsere Patenkinder sind Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen. Manchmal beginnt die Patenschaft bereits vor dem Schuleintritt, manchmal wird sie auch über den Schulabschluss hinaus weiter geführt. Es gibt also keine starren Altersgrenzen – wir betreuen mit Blick auf das Notwendige, stets sehr engagiert und finden meist auch spannende Lösungen.
Bei uns kann jede und jeder Pate werden, der Das Recht des Kindes auf selbstbestimmte freie Zeit anerkennt und die Patenschaft auf Grundlage gleichberechtigten Miteinanders gestalten möchte.
Ehrenamtliche sind während ihres Engagements Unfall- und Haftpflichtversichert, Aufwandsentschädigungen sind nur nach Absprachen im genau festgelegten Umfang möglich.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=qaBSbWHt7WI&feature=player_embedded[/youtube]

Mehr Informationen:
Kinder von nebenan e.V.
Kontakt: Karin Rother
Pettenkoferstraße 20-24, 10247 Berlin
Tel.: 030/4262287
Mail: info@paten-von-nebenan.de
Mehr Infos: www.paten-von-nebenan.de

 

Hallo, mein Name ist Andrea, ich bin Musikerin und Patin der 12 jährigen Ceyda.
Ich bin von einer Kollegin, die selbst eine Patenschaft übernommen hat, auf die Neuköllner Talente aufmerksam gemacht geworden und finde es großartig, dass es so eine Initiative in Berlin gibt!
Als Musikerin bewege ich mich den Großteil meiner Zeit in Künstlerkreisen und empfinde dies teilweise als eine Art ‚Parallelwelt’, die nur für sich existiert. Daher entwickelte ich den Wunsch nach Kontakt mit anderen Realitäten Berlins und dafür erschien mir eine Patenschaft ein guter Weg.
Unser Tandem ist eine Talente²- Patenschaft, das heißt, es geht vor allem um Musik und das Erlernen vom Klavier-Spiel. Da Ceyda ein extrem talentierter und wissbegieriger Mensch ist, macht es sehr viel Spaß mit ihr. Sie improvisiert sehr gerne (wie ich auch) und es ist faszinierend, was für ein Rhythmusgefühl sie hat, wie einfach es ihr z.B. fällt Synkopen zu spielen. Das ist ihr wohl in die Wiege gelegt oder hat vielleicht auch mit ihrer Sozialisation mit türkischer Musik zu tun.
Der Kontakt zu Ceyda und ihrer Familie bereitet mir viel Freude, erweitert meinen Horizont und relativiert auch meinen Blick auf die eigene Lebenswelt. Neulich bat mich Ceydas Mutter zum Essen dazubleiben und ich lernte ein für mich ganz neues Gericht – Manti – und seine eindrucksvolle Zubereitung kennen. Und vor einigen Wochen haben wir damit begonnen, dass Ceyda mir bei jedem Treffen türkische Vokabeln beibringt, so dass wir wirklich ein ‚Tandem’ (jede bringt der anderen etwas bei) sind.

Ceyda sagt: “Das Gute ist, ich kann Klavier spielen lernen, was ich schon immer wollte und ich kann gleichzeitig auch mehr über Musik erfahren.”

Und wenn ihr nun wissen wollt wie Patenschaft klingt, hört hier mal rein.

Die Patenschaft zwischen Andrea und Ceyda wurde vermittelt durch:

Neuköllner Talente
Kontakt: Deniz Eroglu
Emser Straße 117, 12051 Berlin
Tel.: 030 62 73 80 14
Mail: eroglu@neukoellner-talente.de
www.neukoellner-talente.de

 

Hallo, mein Name ist Vanessa, ich bin Bühnenbildnerin und als ehrenamtliche Patin bei den Neuköllner Talenten aktiv.
Beruflich arbeite ich häufig im Rahmen von Projektwochen mit jungen Menschen, was mir große Freude bereitet. Aber oft gehen gerade dann, wenn Beziehungen zu entstehen beginnen die Projektwochen auch schon wieder zu Ende. Das fand ich immer schade und deshalb entstand bei mir die Idee, ganz gezielt und längerfristig etwas von meiner Zeit und meiner Spielfreude abzugeben. Als ich über einen Artikel auf die Neuköllner Bürgerstiftung und ihr Talente-Projekt aufmerksam wurde, war für mich auch der Rahmen klar – Patenschaft! Und nun bin ich schon eine ganze Weile die glückliche Patin des 6jährigen Yigit.

Mit Yigit lässt sich viel Schabernack anstellen. Er ist gern in Bewegung, meist hüpfen und springen wir zur Bahn, er stellt viele Fragen und erzählt sehr gern. Neulich ging es zum ersten Mal eine weite Strecke durch Berlin zum ATZE Musiktheater. Yigit war ganz stolz auf sich, dass er so gut durchgehalten hat, die lange Fahrt, das Umsteigen, Gucken, Quatschen und dann noch das Theater! Da wurde für Yigits Geschmack dann doch etwas zu hochgestochen geredet und zu wenig gesungen sodass seine Ungeduld wuchs. Aber nach der Vorstellung war sofort wieder alles in Ordnung. Die Laune gerettet ging es hüpfend, futternd und spielend mit der Bahn zurück nach Neukölln.

Im Laufe der Patenschaft habe ich gemerkt, wie wichtig feste Termine und eine schöne Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit in unserer Beziehung sind, auch um Vertrauen aufzubauen. Und dass ich nicht nur freundschaftlich sondern immer auch erzieherisch und mit Verantwortung mit meinem Patenkind umgehe.
Der kleine Yigit schenkt mir dafür die Möglichkeit die Welt durch Kinderaugen zu sehen. Unsere Begegnungen sind meist sehr ereignisreich. Von gemütlichen Basteleien, Eis essen gehen, spielen, draußen herumstreifen oder in der Küche Dinge zusammenmischen bis hin zu größeren Ausflügen ins Theater und in Museen ist alles dabei. Dabei kommt es aber gar nicht so sehr darauf an, dass ich mir unglaublich viele kreative Dinge einfallen lasse oder ich ihn gezielt fördere, im Grunde läuft die Förderung seiner Talente bei allem was wir tun mit. Ich merke, wie fröhlich und leicht er Neues lernt, wie schnell er zu begeistern ist und wie schlau und weise ein Kind sein kann.

Was für Yigit das Beste an der Patenschaft ist? “…hm… dass es schön ist. – Und dass wir uns mögen!“

Die Patenschaft zwischen Vanessa und Yigit wurde vermittelt durch:

Neuköllner Talente
Kontakt: Deniz Eroglu
Emser Straße 117, 12051 Berlin
Tel.: 030 62 73 80 14
Mail: eroglu@neukoellner-talente.de
www.neukoellner-talente.de

 

Hallo, ich heiße Jennifer Jaitzig (29 J.) bin Biotechnologin und stehe kurz vor meiner Promotion im Bereich Biokatalyse an der TU Berlin.
Meine Arbeit macht mir Spaß und erfordert, dass ich mich viel mit Dingen im kleinsten Detail, wie z.B. den Vorgängen in einer Zelle, beschäftige. Was dabei leider manchmal zu kurz kommt, ist der Blick nach Außen und das Auseinandersetzen mit wichtigen Themen abseits der Wissenschaft. Das wollte ich ändern und selbst sozial aktiv werden.
Das Konzept vom PaSch Projekt hat mir von Anfang an gut gefallen. Nicht die starre Hausaufgaben- und Nachhilfe stehen im Vordergrund, sondern lernbegleitend und lebensbereichernd gemeinsam Zeit zu verbringen.

Melike (12 J.) und ich sind seit September 2012 ein Tandem. Wir treffen uns einmal die Woche und unternehmen alles Mögliche. Am liebsten haben wir natürlich die gemeinsamen Freizeitaktivitäten, aber ich versuche trotzdem, den Lernfaktor nicht zu kurz kommen zu lassen. So wird der Kinofilm auf Englisch mit deutschen Untertiteln zur Fremdsprachen- und Leseübung und beim Besuch im Wachsfigurenkabinett gibt es ein wenig Geschichte. Manchmal bin ich schon erstaunt darüber, welche Dinge eine Zwölfjährige so alles beschäftigen, aber mich freut, dass sie mir gegenüber so offen ist. Das zeigt, dass sie mir vertraut und mich nicht nur als eine Art Lehrerersatz betrachtet.

Die Erfahrungen, die Melike und ich zusammen machen, sind für uns beide bereichernd. Ich habe nie bereut, beim PaSch Projekt mitzumachen und die 1-2 Stunden Zeit pro Woche sind auf jeden Fall besser investiert als für Fernsehen oder Internet!

Die Patenschaft zwischen Melike und Jennifer wurde vermittel durch:

PaSch Paten für Schüler
Kontakt: Laura Bauer
Osloer Str. 12, 13359 Berlin
Mail: post@pasch-paten.de
Mehr infos: www.pasch-paten.de

So langsam nimmt die Kampagne “100 Paten für Berlin” richtig an Fahrt auf. Uns ist es in den letzten Wochen gelungen, eine beachtliche Unterstützerbasis aufzubauen und wir haben innerhalb der ersten zwei Monate diesen Jahres bereits mehr als 25 neue Pateninteressenten gefunden, die Berliner Kinder in Zukunft unterstützen möchten. Dafür erstmal herzlichen Dank an alle Unterstützer, Follower, zukünftigen Paten, die Patenvereine und natürlich die Patentandems, die uns haben einen Blick in ihren gemeinsamen Alltag werfen lassen!

Nachdem nun am Montag die Pressestelle der TU Berlin auf unsere Kampagne aufmerksam gemacht hat, erreicht unsere Kampagne gerade ein neues Level an öffentlicher Aufmerksamkeit, die sich hoffentlich auch in vielen neuen Patenanmeldungen niederschlagen wird. Um euch einen kleinen Überblick zu geben, wo in letzter Zeit über uns berichtet wurde, haben wir im Folgenden einen kleinen Pressespiegel für euch zusammen gestellt. Viel Spaß beim Lesen:

Wir freuen uns über weitere Veröffentlichungen und Hinweise auf erschienene Artikel. Um mit uns in Kontakt zu treten, kannst Du die Kommentarfunktion nutzen, uns über Facebook anschreiben oder einfachen eine Mail an info@100-paten-fuer-berlin.de schicken. Wir freuen uns über Deine Rückmeldungen.

 

 
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